Das Testament du Roy Louis XVI 

Liebe Leser,

Heute ist der 14. Juli. Ich bin nicht der Meinung, dass irgend eine Staatsform, gleichgültig, welche es ist, ihren Beginn in Gewalt und Terror finden sollte. Entsprechend kritisch stehe ich der französischen Revolution gegenüber. Zudem bezweifle ich ihre Motive: es  ging  sicherlich nicht um Freiheit oder Gleichheit. Wenn diese Ziel gewesen wäre, hätte die Deklaration der Menschenrechte nicht den kompletten dritten Stand ausgeschlossen. Die größte Motivation der Revolution war Neid.

Am heutigen Tage greife ich das Testament des Königs wieder auf, auch dieses wurde an « passenden » Stellen « geändert und entspricht nicht dem, was man offiziell lesen kann.

Die bedeutendsten Stellen habe ich übersetzt, dem Original folgend, natürlich, und möchte sie hier hinterlassen. Besonders tragisch finde ich, dass man den wundervollen letzten Absatz gestrichen hat. Das Verkünden der Liebe passt wohl nicht in ein Gesicht der Revolution.

Pour Louis XVI et Marie Antoinette. Möge ihnen Gerechtigkeit widerfahren.

Im Namen der sehr heiligen Dreifaltigkeit, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, erkläre ich, Louis, der Sechzehnte seines Namens, König von Frankreich, seit mehr als vier Monaten mit meiner Familie eingesperrt im Turm des Temple in Paris durch diejenigen, die meine Untertanen waren, und ferngehalten von jeder Kommunikation und seit dem elften dieses Monats mit meiner Familie darüber hinaus in einem Prozess verstrickt, dessen Ausgang unmöglich vorher gesehen werden kann, denn er findet keinen anderen Grund als die Leidenschaften der Menschen; keine Vorgabe und kein Mittel ist in irgend einem existierenden Gesetz zu finden, so dass ich nur Gott allein als Zeuge meiner Gedanken habe und ich mich allein nur an ihn wenden kann, heute, am 25. Dezember des Jahres 1792, meinen letzten Willen und meine Empfindungen.
Aus tiefstem Herzen vergebe ich denjenigen, die sich zu meinen Feinden gemacht haben, ohne dass ich ihnen dazu eine Veranlassung gegeben habe, und ich bitte Gott, ihnen zu vergeben, ebenso wie denen, die mir durch eine falsche Pflicht oder falsch verstandenes Empfinden von Pflicht Schlechtes zugefügt haben.
Ich empfehle Gott meine Frau und meine Kinder, meine Schwester, meine Tanten und meine Brüder, all diejenigen, die mir durch die Bande des Blutes oder in sonstiger Weise verbunden sind, wie auch immer diese sein mag. Insbesondere bitte ich Gott, seine Augen voller Barmherzigkeit auf meiner Frau ruhen zu lassen, auf meinen Kindern und meiner Schwester, die seit langer Zeit mit mir zusammen leiden. Er möge sie unterstützen mit seiner Gnade, denn sie werden mich verlieren, umso mehr, da sie in dieser vergänglichen Welt verbleiben werden.
Ich empfehle meine Kinder meiner Frau. Niemals habe ich ihre mütterliche Liebe für sie angezweifelt. Sie möge aus Ihnen gute Christen und gute Menschen machen, sie möge ihnen, wenn sie gezwungen sein werden, sie zu erfahren, die Größen dieser Welt als gefährliche und verderbliche Güter zeigen, sie möge ihren Blick auf die wahre Größe lenken, die in der Ewigkeit geschrieben steht.
Meine Schwester möge meinen Kindern die mütterliche Zärtlichkeit entgegenbringen, wenn sie das Unglück erleiden sollten, die ihre zu verlieren.
Ich danke all jenen, die mir und meiner Familie noch immer verbunden sind, ich zögere, sie genauer zu benennen, denn in der Situation, in der wir uns befinden, birgt dies auch Gefahr für sie.
Ich empfehle meinem Sohn, möge er das Unglück erleiden, König zu werden, sich mit all seinen Möglichkeiten um seine Untertanen zu kümmern, dass er allen Hass und jedes Ressentiment vergessen möge, insbesondere in Bezug auf das Unglück und die Schlechtigkeit, die ich erfahre, er möge bedenken, dass er das Glück der Menschen nur wird machen können, wenn er den Gesetzen folgend regiert, aber er bedenke auch, dass es auch die Aufgabe des Königs ist, sie durchzusetzen; sie durchsetzen und all das Gute zu tun, was in seinem Herzen ist, aber dies ist nur möglich, solange er die dafür erforderliche Autorität besitzt.
Ist er jedoch anderenfalls in seinen Handlungen gefangen und gelingt es ihm kaum, dann erforderlichen Respekt einzuflößen, dann ist er mehr schädlich als nützlich.
Ich ende, dass ich vor Gott erkläre: keines der Verbrechen, die man mir gegenüber vorgebracht hat, habe ich mir vorzuwerfen. In besonderer Liebe für meine Frau und meine Kinder. Ihre Liebe begleitet mich in den letzten Stunden und immer. Möge die meinen sie immer begleiten.

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